Ernst Lipps - Schriftsteller, Fotograf



Verrate nie deinen Traum - Freiheit

"Die Gesellschaft verzeiht oft den Verbrechern. Sie verzeiht nie den Träumern."

Oscar Wilde


"Die Unmenschlichkeit, die einem anderen angetan wird,

zerstört die Menschlichkeit in mir."

Immanuel Kant




Mein Thema ist, war, wird immer sein: der Mensch, seine innere und äußere Freiheit / Verantwortung

und die Kunst, ein selbstbestimmtes, erfülltes Leben zu gestalten;

eine Herkulesarbeit im Orwell-Jahrhundert


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https://www.sueddeutsche.de/politik/prantl-einheit-wende-mauerfall-afd-1.4663993


 

Denn dort, wo Gewalt, herrschen kein Frieden und Glück.

Der Menschen Seele stirbt im Hass und in der Angst,

Ekel breitet sich aus in den Strassen, über das Land über,

des Menschen Abgründe und Verderbtheit.


Die Mutter hat schmutzige Kinder geboren,

sie selbst ist Schande ob ihrer Früchte.

Der Vater, ein feiger  Hund, der winselnd hinter

dem Ofen hockt, keinen Einhalt gebietet seiner Brut.

Nieder-, Abgang aller Kultur.


Es ist kalt geworden in aller Herzen und Gemüt.

Die Schlächter und Hunde gehen um und verbreiten Gestank.

Nun so sei es denn: Schwarz mit Braun,  der Rest ist Rot.

Eines Geisteshaltung markiert die blutige Grenze.

Das Gröhlen  und Schleimen ist Nationalhymne geworden.


Wo führt das hin?

Wir haben von allem nichts gewusst?!



 




 

„Du musst eine Geschichte erzählen“ oder Mann und Frau an Punkt X


Der geborene Schriftsteller Ernst Lipps nimmt sich Zeit und schreibt über „Zeit“.
Ein Schriftsteller kann überall sein, er spricht durch seine Figuren, mit und über sie. Er beleuchtet ihr Innenleben, genauso wie ihre Umwelt. Einer der schreibt, reist in die Vergangenheit, genauso wie in die Zukunft. Was kümmert ihn die Zeit? Dank seiner Vorstellungskraft sind alle Türen offen, auch die zum imaginären Punkt X, wo Weichen gestellt werden. „Zeit“ heißt das Debüt von Ernst Lipps, eine Collage aus Texten und Fotografien, ein Buch, das Biographie, Science-Fiction, Poesie, Beobachtung und Philosophie klug verbindet. „Ich hatte keine andere Wahl“, schreibt der Offenburger Diplom-Psychologe Ernst Lipps über seine Motivation.   

Ernst Lipps berichtet im Anfang aus seiner Familiengeschichte und ihren Katastrophen. Der studierte Psychologe ist unter der biographischen Last nicht zusammen gebrochen, sondern hat taff sich (etwas) aufgebaut. Trotz vieler Reisen (Sibirien, St. Petersburg, Mongolei) spürte er „einen Fleck in meinem Herz“. Diese Erkenntnis trifft ihn wie ein Hammerschlag. Paris, das er erst mit 60 Jahren kennen lernt, wird zu seinem turning point. „Du musst eine Geschichte erzählen“, wird ihm geraten. Ernst Lipps nennt seine Schriftstellerei „anarchisches Schreiben“, sie beginnt eines Morgens als er „weit in die Zukunft träumte.“

Seine Geschichte ist wie jede gute Story schnell erzählt. Ein Mann und eine Frau betreten die seit 1000 Jahren menschenleere Erde. Sie sind Nachkommen von Flüchtlingen und mit überirdischen Kräften ausgestattet. Ihre menschlichen Emotionen haben sie aber behalten. „Die Menschheit des 21. Jahrhunderts hatte sich mit Stumpf und Stiel ausgerottet“, schreibt Ernst Lipps über „diese unglückliche Rasse“, die mit O'anna und dem Nomaden und Krieger „der 13. Sohn“ einen Neuanfang wagt.

Der Mann in der Geschichte bleibt Wort, die Frau wird Bild. Ernst Lipps hat mit einem Modell in einer alten verlassenen Fabrik künstlerisch hochwertige Akte in schwarzweiß fotografiert. Der Fotograf Ernst Lipps begleitet O'anna vom Eintritt durch eine Tür in die Räume und Hallen, wo die Menschheit am großen, industriellen Rad gedreht hat. Die vielen Scherben sind ein Symbol dafür, wie brüchig doch alles ist. An O'annas Mimik und Gestik liest man die Verwunderung über diesen „lost place“ ab. Diese Reste der Zivilisation sind Anfang und Ende zugleich. Ernst Lipps spielt mit Licht, Perspektiven, Schärfen und Unschärfen. Seine Bilder sind Kunst.  

Ernst Lipps nimmt sich die künstlerische Freiheit die Story zu verlassen. Anfangs hatte man den Eindruck, dass hier ein Romantiker und Neo-Symbolist seine Protagonisten wie ein Caspar David Friedrich in seinem berühmten Bild „Der Wanderer über dem Nebelmeer“ (ca. 1818) verortet. Hinten liegt unsichtbar die Vergangenheit, vorne unterm Nebel die ungewisse Zukunft. Ernst Lipps lichtet den Nebel, schreibt über Glück und die Entzauberung unseres Lebens „durch die Vorherrschaft der Maschinen, besonders der Computer“.

Ernst Lipps' „Zeit“ bewahrt den Zauber, nicht nur am Anfang, wo bekanntlich immer ein Zauber inne wohnt, sondern auch am Schluss, auch ohne klassisches Happy End. O'anna wird Mutter, „der 13. Sohn“ wird ein Vater und bleibt auf der Erde und wird sich wohl vom Krieger und Nomaden zum sesshaften Bauer wandeln. „Wer hier dauerhaft leben will, muss was tun, die Dinge in die Hand nehmen, nicht hoffen und warten bis alles gut ist. Wildes Land.“ Diese heroischen Zeilen könnten aus einem John Ford Film sein, tatsächlich stammen sie von einem Neo-Symbolisten aus Offenburg. Ein programmatisches Buch!


Der Text stammt von Pascal Cames, Autor aus Offenburg

https://www.litag-riess.de/en/?Authors-Pascal_Cames


Pressetext von Pascal Cames, Offenburg, 21.11.2016

Belletristik - Science-Fiction - Fantasy - Novelle - Akt

  1. Im Buchhandel erhältlich;
  2. bei r AMAZON
  3. und weiteren Internetanbietern


 

Stimmen zum Buch:


"Ein Geschenk an die Menschheit"  


.....


"Ich weiss gar nicht, was ich

erwartet hab', wahrscheinlich ein Fachbuch, aber sicher nicht so was. Ja, ich bin ..., was

soll ich sagen ..., hin und weg und überrascht, wie leicht und doch fest verwoben das

Gespinst aus Zeit und Raum, aus Realität und Fiktion, aus Gegenwart, Vergangenheit und

Zukunft, wie leicht das daherkommt. Also ich bin ganz schön platt."



 

 

 

 

Der Tag der Toten


Ihr Toten, ihr Glücklichen, ihr Angstlosen, Befreiten,

Ich beneide euch nicht, denn ich liebe das Leben.

Und weiss, das es das Einzige ist, meins.

Aber, ihr Totengötter, ihr Unbesiegbaren,

ich bewundere Euch, dort in den Totenwelten,

den unendlichen Prärien der Indigenen.

Absolut, tot, unbezwingbar, angsteinflössend.

Welch eine Größe, Welch eine Freiheit, endgültig.

Wir Lebenden reden wie Blinde, eng, ängstlich, fantasielose.

Kleine Menschen.

Ihr Toten!

Welch Mitleid müsst ihr mit uns haben?

Uns Blinden, Dummen, Ängstlichen.

Ihr

Ruhende, Gelassene, Ewige!