Schriftsteller, Fotograf, Indipendent
 
schreibend und sehend leben


 

 






Heute,  am letzten Tag im Mai, flog dieser Vogel, weit weg irgendwo im Himmel, als ob er selbst Luft wäre - schwerelos.

Ich habe ihn fotografiert und seine Farben akzentuiert. In meinem Herz war ich ihm ganz nahe, flog mit ihm, als ob ich kein Gewicht hätte.

Wir Menschen sind dem Tier nicht überlegen, wir tragen Masken, fürchten uns, kriechen über die Erde, schwerfällig, unbeholfen, weit entfernt vom Flug des Vogels.

Um fliegen zu können, muss man Vogel sein: leicht, gedankenlos, instinktgeleitet.

Nur dann trägt dich der Wind -überall hin.


"Glaube ihnen nicht, fürchte Dich nicht, bitte um nichts - und lache"

Maria Kolesnikowa



Leben ist Glück,

das nur du für dich selbst fühlen kannst. Worte sind nicht ausreichend, um Glück zu fassen; es ist ein Gefühl, ein Begreifen,

ein Ahnen. Ich wollte ursprünglich kein Bild mehr von der Session LIEBE veröffentlichen, ich habe meinen Vorsatz gebrochen, weil ich dem Glück des *ist' eine visuelle Dimension verleihen wollte. Dieses und viele andere Bilder haben DIE FRAU & ich gemacht, intuitiv, lebensbejahend, unabhängig, frei in Geist und Körper, erzählend, staunend, ergriffen von der Macht und Gewalt des Lebens und der Natur. Alles unterhalb dieses Levels, ist uninteressant für die Feuerlinie.

Level 10

*************

Manchmal frage ich mich: "Was ist Leben? "Es ist der Augenblick, der Moment, das 'jetzt'. Wenn du den Augenblick lebst, das 'jetzt' -nicht das gestern, nicht das morgen-, dann ... bist du lebendig, denn, nur das 'jetzt' ist Wirklichkeit, ist Wahrheit, ist Leben. Das 'gestern' ist gestorben, unwiderruflich, das 'morgen' ist eine Illusion, ein Irrtum, nur ... das 'jetzt' ist die Wahrheit und die Chance! Du begreifst das nicht, findest es blöd, dein Problem, deine Philosophie, dein Irrtum, das 'jetzt' ist die einzige Wahrheit, die einzige Gerechtigkeit, der einzige Wahnsinn, das 'jetzt'. Alles ist 'jetzt'. Betrachte es in der Meditation, erkenne es in deinen Träumen, benutze es in deinem Handeln. Klammere nicht an deinen Irrtümern, an deinen Lügen, an deiner Schwäche, nutze das 'jetzt': frage nicht, zweifle nicht, schäme dich nicht - handle! Das 'jetzt' ist deine magische Linie, dein Karma, deine Reißleine, dein Nirwana, deine Liebe, dein alles, DAS LEBEN, nicht als Summe, als Schrei, als Gebet, als Karma, als Wendepunkt, als brennende Kerze. Lebe im 'jetzt' und du bist für immer frei

8.10.2021, d'Lipps


inspiriert von:

Gustave Flaubert und H.D. Thoreau: Der eine war ein verrückter -im Sinne von nicht der Normalität angehörender- Romancier, der andere ein Waldgänger und Rebell gegen die Anmaßungen der Repräsentanten des demokratisch oder autoritär gewählten Kollektivs.Wer nicht denkt, ist selbst schuld! Denken ist das letzte Abenteuer des 21. Jahrhunderts; und Fühlen der Kompaß.

 


Projekt 'Liebe'

Tage, wie ein zweites Mal geboren,

die häuten, wenn Angst ins Spiel kommt, aus der Nacht in den Morgen hinein.

Exotik -weit gefehlt-, um die Ecke, universale Natur; nenne es Fremde, oder Heimat, egal.

Haut und Geruch: Witterung! Das Kind in der Frau, Schwanengesänge über kaltblauem Wasser.

Mag ein bluttriefender Teufel Moor und Schlamm gefressen haben, Fotografie hat ihre Gesetze.

So bleiben denn Bilder, aus der Nacht geboren, angebissen in extremem Licht.

Nenne es Glück, was denn sonst?

Frage nicht.

Nichts ist, wie es scheint.

24.09.2021

 

Kormoran
Kormoran
Frieden, Wilder See, Schwarzwald
Frieden, Wilder See, Schwarzwald

Wasser ist Leben. Die Erde, der Blaue Planet.

. Fotografisch lässt sich Wasser und seine Bewegung

gut mit einem Variograufilter, einer langen Verschlusszeit,

oder beidem, "verlangsamen"- es wird zeitlos. Reines Wasser wird immer

knapper und ist wertvoller als Gold und Diamanten.

Können Sie Gold oder Diamanten  trinken?

Wasser ist ein Menschenrecht. Wasser fasziniert mich.

Am schönsten Wasserfall des Schwarzwaldes.

2021 © Ernst Lipps











____________________________________________________________________________________________________

DER HUND HAT DEN HERR IN DIE HAND GEBISSEN

Eine kurze Metapher zu 20 Jahre nach 9/11 und den Konsequenzen.

Es war ein Donnerstagabend nach 18.00 Uhr; ich erwartete die letzte Patientin, eine junge Frau, die dann auch kam: kreidebleich, zitternd.

Ich fragte sie, was mit ihr geschehen sei, sie antwortete schockiert: "Ja wissen Sie denn nicht, Herr Lipps, dass zwei Flugzeuge in das World Trade Center in New York geflogen sind, es angegriffen haben ...?" Was denkt, fühlt, macht man mit so einer Information? Ohne zu zögern sagte ich ihr meinen ersten Gedanken: "Bush wird den Weltkrieg III anzetteln."

Es war ein Sonnentag, warme Abendluft und im Raum war eine surreale Situation, eine Derealisation, die greifbare Unwirklichkeit.

Ich mache es kurz: Es kamen "Amerikas Schmutzige Kriege" (Buchtitel), Guantanamo, vieles noch, was der "normale" Mensch verdrängt und vergessen gemacht hat, um den Alltag bewältigen zu können, es kamen Revolutionen in der arabischen Welt, die alle niedergeschlagen wurden, der unaufhaltsame Aufstieg Chinas zur Weltmacht und zur lupenreinen Orwell-Diktatur in einem Ausmaß, das sich selbst Orwell nicht vorstellen, geschweige hätte beschreiben können und inzwischen ist der digitale Fingerabdruck im Personalausweis und Reisepaß Alltag in Deutschland. Die Terroristen und Extremisten haben Hochkonjunktur, die Bedrohung scheinbar vor der Haustür.

Mal ehrlich gesagt, wer will so was, es sei denn er ist waffengeil?


DROHNENGEIL!


Deutschland braucht die Digitalisierung, Deutschland braucht die Drohnen und PEGASUS, natürlich, Deutschland braucht SICHERHEIT!


Was will ich sagen? Was ist das Ziel?

Sicherheit gibt es nicht, so lange der Mensch Geld - Macht - und Waffen besitzt; so lange wird der Herr den Hund an die Leine legen, bis zu dem Tag, an dem der Hund den Herr in die Hand beißt und seine Freiheit fordert. Die Konsequenzen sind inzwischen hinlänglich bekannt.

TERRORISMUS, habe ich irgendwo mal gelesen, ist das einzige Mittel einer Minderheit, das sie hat, um sich gegen den übermächtigen Feind zu wehren.

Je mehr SICHERHEIT/HERRSCHAFT DER HERREN, umso mehr wächst auch der TERRORISMUS/REAKTION DES PAWLOW'SCHEN HUNDES.


Wo kein Vertrauen mehr ist (in Menschlichkeit), muss die SICHERHEIT her-halten, um jeden Preis, auch um den der FREIHEIT.



Die Menschen meinen es nur gut mit dir, mein liebes Kind ...


So redet eine liebende Mutti, die ihrem Augenstern Vertrauen in die Welt beibringen möchte. Es geht jetzt aber nicht um Erziehungsfragen, sondern um Realität. Erwachsene Realität. Heute am 19.07.2021. Vor einem Jahr genau, habe ich auf dem Col d’Isèron in beißend kalter Gebirgsluft übernachtet, näher dem Himmel als der Erde. In der Heimat von PEGASUS, einem mythologischen Wunderpferd der griechischen Götter- und Sagenwelt. Das alles mag scheinbar nichts miteinander zu tun haben, aber, warten wir es ab, was da noch kommt. Wenn der Mensch auf sein Werk stolz ist, gibt er ihm manchmal himmlische Namen, um dessen herausragenden Fähigkeiten zu unterstreichen. So wie bei NSO. Wer ist NSO? Spielt keine Rolle: „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“. Heiß macht mich, wenn mich ein Call-Center der Telekom vor ein, zwei Wochen anruft, und mir ein PEGASUS-Glasfaßerkabel oder so etwas ähnliches andrehen will, das alles andere weit in den Schatten stellt und das Ende der Kupfer-Ära in spätestens drei Jahren einläuten wird. Mir wird versichert, ich gehöre zu den vier Prozent der Auserwählten, die den Anschluß im Keller liegen haben und nur ihr OK geben müssen, um in den Olymp der mega-schnellen Internetnutzer gehoben zu werden. Wer kann da noch zögern, oder gar nein sagen? Oder heute, nach einem System-Update meiner Mini-Android-Schreibmaschine, soll ich einem neuen Vertrag nebst Datenschutzrichtlinien zustimmen, den ich weder verlangt, noch gewollt habe. Das alles wiederholt sich in wachsender Regelmäßigkeit. Das alles ist aber noch harmlästig = harmlos und lästig im Vergleich zum tollen PEGASUS aus einer israelischen Software-Schmiede. Und ich google jetzt mit Absicht nicht nach dem Begriff PEGASUS, um seine jahrtausendealten Wurzeln nachlesen zu können. Und referenziere auch keine ‚Hyperlinks‘ wie es so oder ähnlich im digitalen Jargon heisst. Digital ist hip, analog out. Ich frage mich, warum ich unter Dauerbeschuß stehe, ob ich will oder nicht. Was soll mir PEGASUS sagen? Alles ist möglich und machbar und es kann -lachen Sie nicht- jeden treffen. Ob Staatspräsident, Kanzlerin, Minister, Journalist, oder selbst ein Nobody wie mich. Nein, ich leide weder an Einbildung, noch an Größenwahn bezüglich meiner nominalen Wichtigkeit: es geht um die Macht von PEGASUS, sonst nichts. Um die Macht der Kontrolle über Menschen. Und deren Manipulierbarkeit. Um die Fähigkeit und Macht, aus dem Orbit Jeden und Jedes total aushorchen, ausspähen, überwachen und sanktionieren zu können. Sie meinen, das machen nur die Chinesen, oder die Russen, oder die Amerikaner (Einen Gruß an Herrn Snowden in Russland), nein, es machen viele, vielleicht bald alle. Denn, gemacht wird, was gemacht werden kann. Es handelt sich um eine internationale, globale Peep-Show. Im Deutschen Kaiserreich, oder bei den russischen Zaren, wurden ganze Heerscharen von Spitzeln beschäftigt, um suspekte Untertanen zu observieren und gegebenenfalls rauszufischen. Heute macht das eine Organisation namens BND oder eine anonyme namenlose Behörde mit dem Ziel, Verbrecher und Terroristen zu jagen und kaltzustellen. So wird es den großen Kindern erzählt, das Märchen. Und im Gegensatz zu dem bemitleidenswerten Zaren- oder Kaiserspion, der im nächtlichen Regen  nass werden musste, um sein Zielobjekt auszuspionieren, hat’s der moderne Sittenjäger tausendmal einfacher: er geht vom Computer aus ins Netz und schaltet sich bei seinem Gegenüber heimlich auf seinem „Desktop“ ein -mit Kamera und Mikrofon des „guest“, seines „Gastes“. Und hier kommt nun PEGASUS ins Spiel, das Glasfaßernetz der TELEKOM, das verapfelte iPad, oder der kleine Robotermann des ANDROID, der mich regelmäßig updatet. Das alles ist bekannt, aber Wissen ist Macht, Macht über alle und Jeden. Wer geglaubt hat, dass die anstehende Bundestagswahl bereits gelaufen sei, und die Altbewährten wieder einmal das Rennen machen werden, der hat weder mit der deutschen Flut, noch mit dem Lachen des Kronprinzen und auch nicht mit PEGASUS gerechnet. Das Rennen um die Macht ist offener denn je. Es sei denn, man muss die Deutschen fragen, was alles noch geschehen muss, bevor sie auf naive Fragen keine hässlichen Antworten ernten. Als ob die Natur dem Menschen nicht zeigt, wo der Hammer hängt, macht der alles um sie zu ärgern und zu kitzeln. Deutschland habe in der Krise versagt, hört man internationale Stimmen. Den Betroffenen nützt das „nothing“. Genauso wenig, wie wenn Feuerstürme durch Australien, Kalifornien oder Kanada rasen. Aber PEGASUS ist Menschenzeugs, ausgedacht im Hirn von Menschen, um andere Menschen zu überwachen, wann und wo es beliebt, schneller, als Sie denken können. PEGASUS ist ORWELL, Kaiserspäher und Zarenknute in Einem. Nun frage ich mich zunehmend ratloser, was das alles mit meiner 1/Achtmilliardstel Wenigkeit zu tun hat? Nichts, absolut nichts, solange nicht ein zweiter 1/Achtmilliardstel Mächtigkeit es anders sieht. Und PEGASUS hat auf seinem Computer. Wollen das rund acht Milliarden Menschen, oder werden sie einfach nicht gefragt? Oder kümmert es sie nicht? Weil sie so mit sich selbst und ihrer Misere beschäftigt sind, dass sie nach getaner Arbeit nur noch ihre Ruhe wollen, im Internet surfen, ins Bett gehen, beten und sich die Bettdecke übers Ohr ziehen? Denken ist mühsam, das soll man den Pferden überlassen, die haben die dickeren Köpfe dafür … Nein, es ist höchste Zeit, das Hirn einzuschalten, Entscheidungen zu treffen und – zu handeln. Solidarisch, gewaltfrei, aber verdammt klug!

Verantwortlich für den Text: Ernst Lipps, 19. Juli 2021

P.S. Mein Herz, mein Gefühl, mein Verstand leidet mit den Getroffenen, den Verlassenen, den Geopferten, sie, die Elemente von Menschlichkeit, empfinden kein Mitleid -das wäre das unpassende Wort-, sie verlangen Mitgefühl mit den Unglücklichen, auf dass das Blatt sich wendet.


 Stand 2021: https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/spionagesoftware-nso-bka-107.html

Den Orwellschen Alptraum hat die Wirklichkeit längst überholt, jetzt braucht es nur noch die "Vollstrecker" an der Regierung, um systematisch Jagd auf alles und alle zu machen, die nicht in das 'SYSTEM' passen. Den Rest überlasse ich der gepflegten Fantasie des/der Einzelnen.

11.10.2021





Fischreiher am Fluss @ Ernst Lipps



Sprechen ist eine Fertigkeit, die ein Kind erst erlernen muss, um sich mit der Welt verständigen zu können. Denken ist eine Gabe, die dem Menschen verliehen worden ist und die er sich angeeignet hat. Lernen ist ein Werkzeug, das sich -unter anderem- des Denkens und Sprechens  bedient. Um dieses neuro-kortikale Netz zu entwickeln, braucht es Erfahrungen. Sprachliches Verhalten ist Ausdruck und  Mittel menschlicher Kommunikation. Lernen setzt Neugierde voraus und vorurteilsfreie Offenheit. Lernen kann ich nur, wenn ich bedingungslos Fragen stellen darf, sonst werde ich lediglich "konditioniert" wie der Pawlow'sche Hund. Ich bin ein Kind des 20. Jahrhunderts und werde im 21. Jahrhundert sterben. Was habe ich in dieser Zeitenwende gelernt? Einiges, meine ich, vieles und manches nicht. Dort, wo Sprache verstummt, endet das Denken, dort herrscht der Dschungel der Emotion, des Gefühls. Und der Reflexe.  Das Repertoire, die Mottenkiste der Manipulatoren, ist digitalisiert worden, "modern" ausgestaltet, aber die Muster sind uralt und gleich geblieben. Die Frage ist, ob das Kind sich von den "Eltern" emanzipiert hat, oder sich identifiziert mit alten Mustern.

Das setzt zwingend Denken und Lernen voraus und die Unbestechlichkeit der Sprache. 1 + 1 = 2. und Zwei und Zwei ist ungleich Fünf. das Denken bestimmt das Sein und umgekehrt. Lerne denken, du Mensch, und sprechen. Denn das Maß ist voll. Glaube nicht den "Eltern", die dir sagen wollen, dass sie alleine richtig liegen, benutze deinen Geist, die Logik, deine Gefühle, um dein Handeln zu lenken. Und möchtest du lieber schweigen -es sei dir unbenommen-, aber bedenke, es ist nicht möglich, nicht zu kommunizieren, orakelte einst Watzlawik. wer angesichts der kleinen und großen Diktatoren (die weiblichen Exemplare mit hinzugezählt) des 21. Jh.'s n. Chr. schweigt, verstummt, kuscht und klein beigibt, hat nichts gelernt, ist aber konditioniert worden wie der Pawlow'sche Hund. Das ist eine uralte Binsenweisheit, da muss man nicht einmal studiert haben, jedes Kind lernt das: wenn ich den Brei, den man mir vorsetzt, nicht aufessen will, dann setzt es Strafe.

Die Menschheit mag inzwischen viel mehr wissen als in früheren Jahrhunderten, aber weiser ist sie dadurch nicht geworden. Sie reagiert nach steinalten, archaischen Mustern: Zuckerbrot und Peitsche, Friß', oder stirb'! Sprache und Verhalten, habe ich gelernt, sind der Hebel des Archimedes, den menschlichen Geist zu revolutionieren. Die Frage ist: wann?



Veröffentlichung in OLDTIMER MARKT, Europas größtes Oldtimer Magazin, veröffentlicht in der 07/2020e

Wer gerne liest und das ein Leben lang, stößt irgendwann auf den Namen George Orwell, oder einen Buchtitel wie 'Farm der Tiere' usw.: Sein wohl bekanntestes und letztes Buch "1984" begann er 1946 auf der Insel Jura hier an dieser Stelle zu schreiben, auf der Barnhill Farm im Nordosten der Insel, die zu den Inneren Hebriden Schottlands gehört. Irgendwann in meiner Jugend fiel es mir in die Hände, ich begann zu lesen, las nicht zu Ende, Jahre, Jahrzehnte vergingen, aber "1984" vergißt man nicht, wenn man damit angefangen hat. Eine Dystopie, eine düstere Zukunftsvision. Damals war es für mich ein zu schwerer Stoff, für den ich weder das nötige Bedingungswissen, noch die emotionale Reife und Stärke hatte. Denn der wahre Horror ist alleine mit Blut und Schmerz, mit physischen Verwüstungen, nur unvollständig abbildbar. Orwell bringt es fertig, dass unsere Seele erfriert und unsere Fantasie kapituliert. Als ich im Sommer 2018 gefragt worden bin, ob ich in einem Oldtimer mit nach Schottland fahren will, da befand ich mich am Beginn eines neuen Lebensabschnitts, besser gesagt, am Beginn des Endes des alten. Es brauchte Zeit, dorthin zu gelangen, wo 'Fantasie auf Wirklichkeit trifft" (Lipps). Aber, schließlich war es so weit: da lag die Barnhill Farm. Dorthin muß man zu Fuß gehen, 12 Kilometer alles zusammen. Orwell schlief im Zelt, draußen vor dem Haus. Er hätte es sicher bequemer haben können, ich glaube er brauchte die Berührung mit der nackten Erde, um seinen Roman zu schreiben, seinen Letzten. Eine Geschichte zu schreiben, die weder banal, noch abgedroschen wirkt, in der man fröstelt, die Liebe, das Grauen, die verlorene Hoffnung und ähnliches findet, die schreibt man nicht  am sauberen Schreibtisch mit Zentralheizung. Solche Geschichten brauchen den Regen, die Kälte, das zwielichtige Grau. Und noch mehr: Erfahrung, Verarbeitung des Erlebten, sprachliches Ausdruckssvermögen, Vorstellungskraft und eiserne Disziplin. Alles braucht seine Zeit, im Leben und in der Literatur. Warum erzähle ich das? Die Antwort findet man in "1984". Und auf Jura.



Das 'Vater-unser' der Mörder und Bluthunde:

Sei ein Sklave, gehorche!

"Ich liebe die Partei, Ich bin glücklich, Ich lasse mich gerne von Big Brother überwachen Ich liebe ihn."



An den Bruchstellen der Persönlichkeit gilt:

Es herrscht Krieg und jeder ist auf sich alleine gestellt; der Terror kommt von oben.  Berichte und Kommentare, die die Gewalt- und Unterdrückerbande, beispielhaft beobachtbar in Myanmar, nicht nur mit warmen Worten oder Schweigen passiv duldet und die Besten eines Volkes verrecken lässt. Die sogenannten Demokratien versagen vor Menschenschlächtern. Der Widerstand des Volkes von Myanmar von überall. Wie groß müssen Verzweiflung und Wut sein, um diesen Löwenmut aufzubringen?

Euch hilft keiner, aber ihr werdet siegen und ..."nicht vergeben."

Quellen:

https://www.tagesschau.de/kommentar/tage-des-terrors-myanmar-101.html

https://www.tagesschau.de/ausland/myanmar-untergrundkliniken-101.html

https://www.tagesschau.de/ausland/myanmar-moenche-proteste-101.html


GEWALT und SCHULD im Kontext der Zeit


Letztendlich müssen die Täter  keine Angst haben, sie werden nicht zur Rechenschaft gezogen, und die Demokraten waschen sich ihre Hände in Unschuld. Die sich selbst lobenden, sogenannten „Demokratien“… könnten Hoffnung sein, solange sie sich nicht direkt und indirekt an der Schizophrenie der Mörder beteiligen,  im Jemen, in Belarus, in Myanmar, in Syrien und anderen einschlägigen Stellvertreter-Brennpunkten, wenn sie einerseits heuchlerisches Entsetzen bekunden am Blutrausch der Bestien, die ihr Volk unterdrücken, sich vornehm „distanzieren“, andererseits aber ängstlich auf ihre Aktienkurse blicken und „Sorge tragen“, dass Industrie und Waffengeschäfte ungehindert florieren und dass Profiteure, Händler, Kriegsgewinnler und Verbrecher die Champagnerkorken knallen lassen und Kaviar goutieren können. Das ist Heuchelei in Bestform. Freiheit hat ihren -blutigen- Preis. Den zahlen die Opfer und Heldinnen, die mutigen und verzweifelten Menschen. Sie sind die Zukunft der Menschheit, die überleben will, nicht die arroganten, reaktionären Zynikerinnen, die von Demokratie und Globalisierung schwafeln und deren Ignoranz, schizophrene Inkonsequenz und Heuchelei, die Freiheit mit Soldatenstiefeln treten hilft. Freiheit -und es gibt nur eine universelle davon- verlangt ein Umdenken und ein wirkungsvolles Handeln, verlangt langfristige Konsequenzen, keine leeren Worte.


Therapie gegen internationalen Faschismus:

https://www.rbb24.de/kultur/beitrag/2021/02/undoing-prison-can-duendar-maxim-gorki-theater-berlin.html

Der Mensch ist ein Ganzes, auch wenn er gespalten ist/wird; wie behandle ich meinen Faschismus, der in mir als Mensch veranlagt ist? Ich gehe in Therapie - oder ins Gefängnis, um zu erkennen, wer ich bin. Gegen Beton im Kopf, hilft nur die Unbegrenztheit der Kunst. Der Lebens-Kunst, natürlich.



Jede Herrschafts-Elite findet ihr Spiegelbild im Volk.


https://www.tagesschau.de/ausland/orban-311.html

Damit meine ich, ein Volk ist verantwortlich, für die Elite, die es duldet;

das müssten die Deutschen am besten wissen, aufgrund ihrer eigenen Geschichte.



Sie nennen das Utopie; ich nenne es Hoffnung und Zukunft.einer neuen Menschheit.


es war einmal
es war einmal
ANGIE
ANGIE
ANGIE
ANGIE
O
O
Olya
Olya
Mystische Portraits
Mystische Portraits
Sprache-und-Bild
Sprache-und-Bild
Mit freundlicher Genehmigung
M - like
WAVES, Victorian Picnic
SCHWARZE-HOCHZEIT
W A V E S
F-A-N-T-A-S-Y


Thierry-Edel,-Organisateur
Thierry-Edel,-Organisateur
Véronique-de-Viguerie
Véronique-de-Viguerie
Véronique de Viguerie
Véronique de Viguerie




RENDEZ-VOUS-IMAGE 2020


Ein Mensch, der sich als schreibend wahrnimmt wie ich, der ohne zu schreiben nur schwer leben könnte, was nicht bedeutet, dass er immer schreiben muss oder zwanghaft reagiert, wenn er mal nichts schreibt, will und muss das Geschriebene zeigen, teilen, wie man es heute nennen würde. Wenige Tage, nachdem ich mein erstes selbst erstelltes Buch bei Wanderer bei Hannover hatte drucken lassen, hatte ich einen Traum: ZEIT, mein eigenes Buch geht seinen Weg, verlässt mich, um hinaus zu gehen in eine dunkle, schmutzige, ja dreckige Welt. Es ist ein Teil von mir, der ab jetzt ohne mich sein Eigenleben führt. Das waren meine spontanen Gedanken und Empfindungen mitten im Traumgeschehen. Das Loslassen und Verlassen ist der entscheidende Schritt. Das war im Januar 2016: ich musste loslassen, von der Idee, von der Umsetzung, vom Ende des Entstehungsprozesses dieses Buches. Und so ist es bis heute geblieben, der Urheber hat wenig bis gar keinen Einfluß mehr, was daraus wird. ZEIT ist ein Findling, ein Schriftstück mit Fotografien zwischen zwei Hardcover-Buchdeckeln. Ich will mich nicht auf den Wert -wie immer man den definieren kann- eines solchen Produktes konzentrieren, sondern auf den Prozess seines Zustandekommens. Die erste und wichtigste Frage ist, würdest du das nochmals machen? Dir ein Buch aus den Rippen schneiden? Für eine positive Antwort gäbe es verschiedene Kriterien, anhand derer man die Frage beantworten könnte. Mir war von Anfang an klar, dass es jenseits der 60 illusorisch ist, sich auf die mit Gewissheit frustrierende Suche nach einem Verlag zu machen, aussichtslos! Unrealistsisch. Für mich schied das von vorneherein aus. Ich nahm die Sache selbst in die Hand und auch für meine Verhältnisse viel Geld: vorfinanziert, den Druck. Heute gibt es ein massives weltweites Überangebot an guten Büchern, die ihre Leser-innen suchen, besonders bei Fotobüchern. Um ein eigenes Buch zu machen, muss man dafür arbeiten. Und wenn man wie ich damals noch mitten in seiner ursprünglichen Profession steht und seinen Lebensunterhalt damit verdient, kann das nur bedeuten, dass man einen Nebenfluss zum Strom gräbt, in der Hoffnung, Nuggets zu finden: Goldgräberromantik, sonst nichts. Wenn ich also jeden Cent selbst bezahlen und verdienen muss, dann will ich auch mit sprühender Freude und unbeschreiblichem Hochgenuss zu Werke gehen, dessen war ich mir bezüglich meiner intrinsischen Motivation gewiss. Ich mache mein Buch ganz wie ich es will, allerdings wohl darauf achtend, was andere dazu meinen. Letztendlich bleibt es die eigene Entscheidung.


2020 - Ja, ich würde es noch einmal machen, genau so, nicht anders: auf eigene Faust und Risiko, in der Lust des Momentes, im zündenden Augenblick, wenn die Ideen kommen und festgehalten werden wollen. Und die Ideen, Wort, Sätze kamen spontan: auf dem Weg zu Fuß, zur Arbeit - päng, ein Gedanke, so klar, dass ich kaum erwarten konnte, am Schreibtisch in der Praxis damals noch zu sitzen und ihn schnell auf einen Zettel zu schreiben, bevor der Alltag seine Erinnerung raubt. So begann oft mein Arbeitstag, damals. Und heute sitze ich hier in den selben Räumen, die keine Praxis mehr sind, sondern ein Atelier, eine Werkstatt wie es auf gut Deutsch heißt. Der Schreibtisch, die Werkbank, alles andere losgelassen, zurückgelassen, viele, viele Illusionen, die ganz besonders, schmerzlich und gut so. Trennung von Illusion und Realität. Aber ganz ohne Illusionen oder romantischen Vorstellungen geht es auch nicht, dafür wäre das Leben zu arm. Wenn ich mich in den vergangenen Wochen und Monaten ab und zu etwas eingehender mit anderen Menschen unterhalten habe, dann kam irgendwann bei meinem Gegenüber die Sprache auf die Zukunft und auf die still gehegten Träume und Pläne, deren Zeuge ich dann geworden bin. Das gab mir die Gewissheit, dass in vielen, vielleicht in den meisten Menschen im Inneren eine eigene Welt hockt, verborgen und gesichert vor der brutalen Umwelt, die ihre eigenen Gedanken, Emotionen, Geschichten und Träume hat. Vielleicht ist es das, was die Menschheit bisher vor dem Untergang bewahrt hat, die Sehnsucht nach dem Anderen Leben, dem Geträumten, Ersehnten, Wahren. Viel Geld, Reichtum, Macht, Jugend, Schönheit, Einmaligkeit - alles vergänglich. Die Zeit läuft, zinslos.


Nur zurück in die Vergangenheit blicken, sinnlos. Hektisch so viel wie möglich in einen einzigen Tag hineinpacken: ungesund und dumm. Mit aller Hoffnung an eine bessere Zukunft glauben: naiv. Es ist nicht die Linearität der Prozesszeit des Lebens, es sind die Anker, die uns mit unserem Leben halten und verbinden, die Anker, die wir beabsichtigt oder unbeabsichtigt spontan im Fluß der Zeit werfen oder fallen lassen. ZEIT war einer dieser Anker, die ich werfen m u s s t e, um so leben zu können wie es meine Person und mein Lebenslauf es von mir verlangt hat. Aber der Anker ist am Morgen jenes Traumes gelichtet worden, als ich das Buch innerlich loslassen musste, seinen ungewissen Weg hinaus gehen lassen musste. Es bleibt "mein Sohn", die geistige Repräsentanz des Schriftstellers wie er sein Leben träumt, inmitten seiner Figuren. So wird man seinen Sohn ein Leben lang mal mehr, mal weniger im Auge behalten und im Herz mit sich tragen, man wird sich auf die eine oder andere Art in seine Figuren, die Imagines, verlieben, platonisch, väterlich, oder auf eine nicht besschreibbare Art. Die Imagines gehen ihren eigenen Weg und das ist gut so. Und der Schriftsteller-Vater ist stolz auf seine Figuren, er hat sie erträumt, ersehnt, visioniert, imaginiert und niedergeschrieben. Die Feder, der Füllfederhalter, das Notebook, was auch immer, sind seine Werkzeuge auf der Werkbank. Er weiss um die Dinge und erhebt sich in seiner Fantasie, nimmt die Kamera, notiert, skizziert, projeziert in den Text hinein. Die wirkliche Werkbank ist aber ganz wo anders: sie ist in seinem Kopf, Tag und Nacht, wach und träumend. Sie ist der Puls der Zeit. Dessen ist er sich gewiss, zweifelslos. "Inmitten" des Geschehens, mitten drin unter den 3.700 Besucher-innen des RDVI im Palais du musique et de congrès, bleibt er der stille Beobachter von Zeit und Menschen einschließlich sich selbst. Denn er wäre kein Schriftsteller, würden ihm keine neuen Plots und Szenen einfallen, die er niederschreiben wollte, weil sie ihn gefangen nehmen, seinen Geist beflügeln und nach einer eigenen Form drängen. Das Schreiben geschieht nicht um seiner selbst willen, es ist lediglich Ausdruck eines ewigen, fantasiebegabten Kindes, das seinen Weg in die Welt und ins wilde Leben sucht.


https://www.rdvi.fr/les-selectionnes-2020.html
Plakat


 


 

„Du musst eine Geschichte erzählen“ oder Mann und Frau an Punkt X


Der geborene Schriftsteller Ernst Lipps nimmt sich Zeit und schreibt über „Zeit“.
Ein Schriftsteller kann überall sein, er spricht durch seine Figuren, mit und über sie. Er beleuchtet ihr Innenleben, genauso wie ihre Umwelt. Einer der schreibt, reist in die Vergangenheit, genauso wie in die Zukunft. Was kümmert ihn die Zeit? Dank seiner Vorstellungskraft sind alle Türen offen, auch die zum imaginären Punkt X, wo Weichen gestellt werden. „Zeit“ heißt das Debüt von Ernst Lipps, eine Collage aus Texten und Fotografien, ein Buch, das Biographie, Science-Fiction, Poesie, Beobachtung und Philosophie klug verbindet. „Ich hatte keine andere Wahl“, schreibt der Offenburger Diplom-Psychologe Ernst Lipps über seine Motivation.   

Ernst Lipps berichtet im Anfang aus seiner Familiengeschichte und ihren Katastrophen. Der studierte Psychologe ist unter der biographischen Last nicht zusammen gebrochen, sondern hat taff sich (etwas) aufgebaut. Trotz vieler Reisen (Sibirien, St. Petersburg, Mongolei) spürte er „einen Fleck in meinem Herz“. Diese Erkenntnis trifft ihn wie ein Hammerschlag. Paris, das er erst mit 60 Jahren kennen lernt, wird zu seinem turning point. „Du musst eine Geschichte erzählen“, wird ihm geraten. Ernst Lipps nennt seine Schriftstellerei „anarchisches Schreiben“, sie beginnt eines Morgens als er „weit in die Zukunft träumte.“

Seine Geschichte ist wie jede gute Story schnell erzählt. Ein Mann und eine Frau betreten die seit 1000 Jahren menschenleere Erde. Sie sind Nachkommen von Flüchtlingen und mit überirdischen Kräften ausgestattet. Ihre menschlichen Emotionen haben sie aber behalten. „Die Menschheit des 21. Jahrhunderts hatte sich mit Stumpf und Stiel ausgerottet“, schreibt Ernst Lipps über „diese unglückliche Rasse“, die mit O'anna und dem Nomaden und Krieger „der 13. Sohn“ einen Neuanfang wagt.

Der Mann in der Geschichte bleibt Wort, die Frau wird Bild. Ernst Lipps hat mit einem Modell in einer alten verlassenen Fabrik künstlerisch hochwertige Akte in schwarzweiß fotografiert. Der Fotograf Ernst Lipps begleitet O'anna vom Eintritt durch eine Tür in die Räume und Hallen, wo die Menschheit am großen, industriellen Rad gedreht hat. Die vielen Scherben sind ein Symbol dafür, wie brüchig doch alles ist. An O'annas Mimik und Gestik liest man die Verwunderung über diesen „lost place“ ab. Diese Reste der Zivilisation sind Anfang und Ende zugleich. Ernst Lipps spielt mit Licht, Perspektiven, Schärfen und Unschärfen. Seine Bilder sind Kunst.  

Ernst Lipps nimmt sich die künstlerische Freiheit die Story zu verlassen. Anfangs hatte man den Eindruck, dass hier ein Romantiker und Neo-Symbolist seine Protagonisten wie ein Caspar David Friedrich in seinem berühmten Bild „Der Wanderer über dem Nebelmeer“ (ca. 1818) verortet. Hinten liegt unsichtbar die Vergangenheit, vorne unterm Nebel die ungewisse Zukunft. Ernst Lipps lichtet den Nebel, schreibt über Glück und die Entzauberung unseres Lebens „durch die Vorherrschaft der Maschinen, besonders der Computer“.

Ernst Lipps' „Zeit“ bewahrt den Zauber, nicht nur am Anfang, wo bekanntlich immer ein Zauber inne wohnt, sondern auch am Schluss, auch ohne klassisches Happy End. O'anna wird Mutter, „der 13. Sohn“ wird ein Vater und bleibt auf der Erde und wird sich wohl vom Krieger und Nomaden zum sesshaften Bauer wandeln. „Wer hier dauerhaft leben will, muss was tun, die Dinge in die Hand nehmen, nicht hoffen und warten bis alles gut ist. Wildes Land.“ Diese heroischen Zeilen könnten aus einem John Ford Film sein, tatsächlich stammen sie von einem Neo-Symbolisten aus Offenburg. Ein programmatisches Buch!


Der Text stammt von Pascal Cames, Autor aus Offenburg

Belletristik - Science-Fiction - Fantasy - Novelle - Akt