• Die-Schatten
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An dieser Schule habe ich mein Abitur gemacht.

Diese Tafel fiel mir in den vergangenen Tagen zufällig wieder auf.

Wie sich doch die Dinge gleichen.

Wenn die Symptome einer Gesellschaft sich häufen, verdichten, wiederholen, dann ist die Gesellschaft krank.

1939 - 2019 - Geschichte wiederholt sich

https://www.hessenschau.de/gesellschaft/nach-luebcke-mord--weitere-drohschreiben-an-frankfurter-anwaeltin-aufgetaucht,neuer-drohbrief-100.html

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Hier bin ich wirklich zu Hause, im Regen und im Sonnenschein, im Wechsel der Jahreszeiten und bei Tag und bei Nacht. Meine wirkliche Welt ist eine andere, aber sie existiert im lebendigen Austausch von Real und Kosmos oder auch Natur genannt. Mal was Außergewöhnliches zu machen, meinen Inszenierungen zu folgen und Bilder zu schaffen, die mich, und nicht nur das, begeistern mögen. Und weil ich dem Fotografen vertraue, und nur deswegen, konnte ich mich der Situation ausliefern und hingeben. Ich bereue nichts, das ist Leben.

 






 

„Du musst eine Geschichte erzählen“ oder Mann und Frau an Punkt X


Der geborene Schriftsteller Ernst Lipps nimmt sich Zeit und schreibt über „Zeit“
Ein Schriftsteller kann überall sein, er spricht durch seine Figuren, mit und über sie. Er beleuchtet ihr Innenleben, genauso wie ihre Umwelt. Einer der schreibt, reist in die Vergangenheit, genauso wie in die Zukunft. Was kümmert ihn die Zeit? Dank seiner Vorstellungskraft sind alle Türen offen, auch die zum imaginären Punkt X, wo Weichen gestellt werden. „Zeit“ heißt das Debüt von Ernst Lipps, eine Collage aus Texten und Fotografien, ein Buch, das Biographie, Science-Fiction, Poesie, Beobachtung und Philosophie klug verbindet. „Ich hatte keine andere Wahl“, schreibt der Offenburger Diplom-Psychologe Ernst Lipps über seine Motivation.   

Ernst Lipps berichtet im Anfang aus seiner Familiengeschichte und ihren Katastrophen. Der studierte Psychologe ist unter der biographischen Last nicht zusammen gebrochen, sondern hat taff sich (etwas) aufgebaut. Trotz vieler Reisen (Sibirien, St. Petersburg, Mongolei) spürte er „einen Fleck in meinem Herz“. Diese Erkenntnis trifft ihn wie ein Hammerschlag. Paris, das er erst mit 60 Jahren kennen lernt, wird zu seinem turning point. „Du musst eine Geschichte erzählen“, wird ihm geraten. Ernst Lipps nennt seine Schriftstellerei „anarchisches Schreiben“, sie beginnt eines Morgens als er „weit in die Zukunft träumte.“

Seine Geschichte ist wie jede gute Story schnell erzählt. Ein Mann und eine Frau betreten die seit 1000 Jahren menschenleere Erde. Sie sind Nachkommen von Flüchtlingen und mit überirdischen Kräften ausgestattet. Ihre menschlichen Emotionen haben sie aber behalten. „Die Menschheit des 21. Jahrhunderts hatte sich mit Stumpf und Stiel ausgerottet“, schreibt Ernst Lipps über „diese unglückliche Rasse“, die mit O'anna und dem Nomaden und Krieger „der 13. Sohn“ einen Neuanfang wagt.

Der Mann in der Geschichte bleibt Wort, die Frau wird Bild. Ernst Lipps hat mit einem Modell in einer alten verlassenen Fabrik künstlerisch hochwertige Akte in schwarzweiß fotografiert. Der Fotograf Ernst Lipps begleitet O'anna vom Eintritt durch eine Tür in die Räume und Hallen, wo die Menschheit am großen, industriellen Rad gedreht hat. Die vielen Scherben sind ein Symbol dafür, wie brüchig doch alles ist. An O'annas Mimik und Gestik liest man die Verwunderung über diesen „lost place“ ab. Diese Reste der Zivilisation sind Anfang und Ende zugleich. Ernst Lipps spielt mit Licht, Perspektiven, Schärfen und Unschärfen. Seine Bilder sind Kunst.  

Ernst Lipps nimmt sich die künstlerische Freiheit die Story zu verlassen. Anfangs hatte man den Eindruck, dass hier ein Romantiker und Neo-Symbolist seine Protagonisten wie ein Caspar David Friedrich in seinem berühmten Bild „Der Wanderer über dem Nebelmeer“ (ca. 1818) verortet. Hinten liegt unsichtbar die Vergangenheit, vorne unterm Nebel die ungewisse Zukunft. Ernst Lipps lichtet den Nebel, schreibt über Glück und die Entzauberung unseres Lebens „durch die Vorherrschaft der Maschinen, besonders der Computer“.

Ernst Lipps' „Zeit“ bewahrt den Zauber, nicht nur am Anfang, wo bekanntlich immer ein Zauber inne wohnt, sondern auch am Schluss, auch ohne klassisches Happy End. O'anna wird Mutter, „der 13. Sohn“ wird ein Vater und bleibt auf der Erde und wird sich wohl vom Krieger und Nomaden zum sesshaften Bauer wandeln. „Wer hier dauerhaft leben will, muss was tun, die Dinge in die Hand nehmen, nicht hoffen und warten bis alles gut ist. Wildes Land.“ Diese heroischen Zeilen könnten aus einem John Ford Film sein, tatsächlich stammen sie von einem Neo-Symbolisten aus Offenburg. Ein programmatisches Buch!


Pressetext von Pascal Cames, Offenburg, 21.11.2016

Belletristik - Science-Fiction - Fantasy - Novelle - Aktfotografie

Zu beziehen über AMAZON

Im Buchhandel: ISBN: 978-3-945572-02-3

 

Stimmen zum Buch:

"Ein Geschenk an die Menschheit"  


"... ich habe angefangen zu lesen, bin eigentlich hin und weg, ich weiss gar nicht, was ich

erwartet hab', wahrscheinlich ein Fachbuch, aber sicher nicht so was. Ja, ich bin ..., was

soll ich sagen ..., hin und weg und überrascht, wie leicht und doch fest verwoben das

Gespinst aus Zeit und Raum, aus Realität und Fiktion, aus Gegenwart, Vergangenheit und

Zukunft, wie leicht das daherkommt. Also ich bin ganz schön platt."